Mittwoch, 23. Januar 2008

Rezension CD zwei von SDG 128 Vol. 22, Gardiner, Kantaten für Ostern


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Hallo,

hier erfolgt nachstehend die Rezension der CD „zwei“ von SDG 128; Vol. 22.

SDG 128; Vol. 22; „CD zwei“
Oster-Kantaten, Aufführungsort: Georgenkirche, Eisenach,
am 24. und 25. April 2000.


CD 2

BWV 6 - Bleib bei uns, denn es will Abend werden (zum 2. Osterfesttag), BWV 134 - Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß (zum 3. Osterfesttag), BWV 145 -Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen (zum 3. Osterfesttag).


Gesangssolisten: Angharad Gruffydd Jones, (Sopran) Daniel Taylor, (Alto) James Gilchrist, (Tenor) Stephen Varcoe, (Bass), Trompete: Niklas Eklund


Aufführungsort: Georgenkirche in Eisenach am 24. – 25. April 2000.



Foto: Geburtsstadt von J.S. Bach; Eisenach / Thüringen; Stadtansicht


Rezension CD 2


Kantate:
BWV 6 „Bleib bei uns denn es will Abend werden“ zum 2. Osterfeiertag

Diese Kantate wurde am Ostermontag 2.4.1725 in Leipzig uraufgeführt. Der Text zum Eingangssatz, Lukas 24, 29 ist dem Ostermontagsevangelium entnommen.


Der Eingangschor ist von imponierender Großartigkeit. Eine verkürzte Wiederholung des Anfangsteils beschließt den 1. Satz. Imponierende flehende Flötenstimmen erklingen zum Beginn des Satzes, bevor der Chor einsetzt mit „“Bleib bei uns, denn es will Abend werden.“ Eine vortreffliche gesangliche Wiedergabe gelingt dem Monteverdi Choir, flehend, bittend, dazu das Orchester unterstützend eingreifend, erklingt dieser großartige Eingangs-Satz.


Im 2. Satz erklingt die Alt-Arie (Daniel Taylor) „Hochgelobter Gottessohn“ in Begleitung der wunderbar anzuhörenden Flöten eine gelungene Wiedergabe.


Der 3. Satz enthält den Sopran-Choral „Ach bleib bei uns Herr Jesu Christ, weil es nun Abend worden ist.“ Den Auftakt bildet ein wunderschönes Cello-Solo was sich in der dezenten Formatierung beim einsetzenden Sopran fortsetzt. Aus dem Hintergrund erklingt ein Engelchor als Sopran, so fantastisch artikuliert sich die Sängerschar.


Das Rezitativ im 4. Satz für Bass (Stephen Varcoe) „Es hat die Dunkelheit an vielen Orten überhand genommen“ wird durch den Bassisten berührend innig gesungen.


Mit der Tenor-Arie (James Gilchrist) des 5. Satzes „Jesu, lass uns auf dich sehen“ erklingt ein aufwühlender orchestraler Auftakt durch die Streicher, die Artikulation der Wortaussage wird durch einen glänzend singenden Tenor vorgetragen.


Zum Abschluss erklingt im 6. Satz der schöne Choral „Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ“ in einer ruhigen getragenen und besinnlichen Ausführung durch den Monteverdi Choir.


Kantate: BWV 134 „Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß“ zum 3. Osterfeiertag


Das Urbild entstand als Neujahrskantate zum 1. Januar 1719 in Köthen.
Im ersten Leipziger Amtsjahr, am 11. April 1724 nahm Bach die Gelegenheit wahr, die Urfassung - ohne deren Sätze 5 und 6 - auf einen geistlichen Text im Gottesdienst aufzuführen. 1731 erfolge eine umfassende Neubearbeitung dieser Kantate durch Bach.


Beginnend mit dem Rezitativ für Tenor „Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß“ wird abgelöst durch den Schlussgesang des Alt mit: „Wie freuet sich ein gläubiges Gemüte.“


Der Auftakt im 2. Satz der Tenor-Arie: „Auf, Gläubige, singet die lieblichen Lieder“ ist fantastisch. Im einfallenden jubelnden Orchesterklang - durch Einleitung einer kleinen Sinfonia - präsentiert sich ein Jubelgesang eines hervorragenden Tenor-Solisten, swingend und tänzerisch vom Orchester unterstützt gelingt ihm vortrefflich gesanglich dieser Part.


Das Rezitativ im 3. Satz für Tenor und Alt „Wohl dir, Gott hat an dich gedacht“ wir durch Orgelpositiv und Bc einleitend begleitet. Die gleiche Struktur setzt sich in der Partie für Alt fort und zieht sich wie ein Faden bis zum Ende fort.


Herrlicher Orchester-Klang leitet dass Arien-Duett für Alt und Tenor im 4. Satz mit dem „Wir danken und wir preisen dein brünstiges Lieben“ ein. Der Dankesgesang der Gesangssolisten ist vortrefflich, die Begleitung durch die herrlich swingenden und musizierenden Streicher erfüllt den Hörer durch eine glanzvolle Musik. Es gibt glücklicherweise ein „Da capo“ für dieses fantastische Duett.
Dieser Satz ist ein Höhepunkt in dieser Kantate durch den unwiderstehlichen Gesangs- und Orchesterpart. Diese barocke Klangpracht und Genialität durch die Baroque Soloists verführt den Hörer gerade dazu, diesen 4, Satz noch einmal aufzurufen.


Sinniger erklingt das Rezitativ für Tenor und Alt im 5. Satz beginnend mit dem „Doch würke selbst den Dank in unserem Munde“ durch eine Orgelpositiv Begleitung.

Der 6. Satz wird swingend und überschwänglich eingeleitet durch das Orchester mit dem anschließend einfallenden Tenor, Alt und Chor mit dem „Erschallet ihr Himmel, erfreue dich, Erde.“ Prägnant das Singen vom Chor „du glaubende Schar“ in dieser gesanglichen Ausdrucksform unnachahmlich durch einen Klasse-Chor vorgetragen, eine Ausdrucksstärke in der Artikulation die Atemberaubend ist. Dieser fantastische Schluss ist nochmals in Da capo zu hören.


Kantate: BWV 145 „Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen“ zum 3. Osterfeiertag


Da dieses Werk nur durch Abschriften überliefert ist, kann eine eindeutige Zuweisung der Entstehungszeit nur bedingt erfolgen. Die Texte von Satz 1-5 entstammen Picanders Jahrgang von 1728. Es wird vermutet, dass Bach diese Kantate vielleicht zum 19. April 1729 komponiert haben könnte.


Der 1. Satz beginnt mit einem rührseligen Geigensolo in Begleitung des Bc. Das anschließende Rezitativ für Tenor und Sopran „Ich lebe, mein Herze“ ist schon ein Glanzpunkt in diesem Kantatenwerk. Die Sopranistin Angharad Gruffydd Jones wird durch den Tenor James Gilchrist hervorragend ergänzt, bestechend als Duett erklingt das Rezitativ in ergreifender Weise. Die Violin-Begleitung unterstreicht dieses herrliche Duett mit einem nahe gehendem Spiel.


Der 2. Satz als Rezitativ für Tenor „Nun fordre, Moses, wie du willt“ ausdrucksstark präsentiert sich ein vortrefflicher Tenor James Gilchrist.


Mit einem Trompetensolo und Streicher erklingt der 3. Satz in der Bass-Arie „Merke, mein Herze, beständig nur dies“ als eine wunderbare konzertierende Einleitung. Der Bassist Ausdrucksstark und ausgestattet mit einem wunderbaren Stimmvolumen verleiht diesem Satz die gewisse Würze.


Der 4. Satz mit dem Rezitativ für Sopran „Mein Jesus lebt“ ist durch eine vortreffliche Solistin besetzt und verleiht dem Rezitativ einen weiteren Glanzpunkt.


Der kurze und schlichte Schlusschoral im 5. Satz „Drum wir auch billig fröhlich sein“ ist die 14. Strophe aus dem Osterlied „Erschienen ist der herrlich Tag“ von Nikolaus Herman (1560).
Fröhlich beschwingt erklingt dieser wunderschöne Choral ohne Hetze durch den Monteverdi Choir. Es ist ein vortrefflicher und krönender Abschluss.


Schlussresümee zu den Kantateneinspielungen „CD eins“ und „CD zwei.“


Überrascht wird der Hörer durch den ausgezeichneten Raumklang der Georgenkirche in Eisenach die den prächtigen Kantaten-Werken eine besondere Note verleihen.


Als Grandios kann die CD 1 aus meiner Sicht betrachtet werden, da hier prachtvolle Jubelkantaten zum Osterfest zu hören sind. Die CD 2 ist mit Kantaten-Einspielungen vertreten, die durch innige Feinheiten den Hörenden beglückt.


Grüsse
Volker

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Bereits abgegebene Kommentare:

1 Kommentar:

volker hat gesagt…

1. volker /Admin sagt:
3.3.2007 bei 19:00

Hallo an “Alle”

seid Ihr auch in dem Besitz der CD SDG 128, würde mich über eine Rückäußerung auch zur CD 2 freuen.

Grüsse
Volker
2. Barbara sagt:
4.3.2007 bei 18:00

Hallo Volker,
sollst Du haben. Ich habe eine neue LieblingsCD, falls mir der Sinn nach Ruhigem stehen sollte. Ganz besonders dabei gefällt mir BWV 6 “Bleib bei uns, denn es will Abend werden”. Die Anderen habe ich bis jetzt nur an mir vorüberraschen lassen, aber danach hatte ich ein großes Gefühl der Ruhe. Bei BWV6 habe ich mir heute mal den Spaß gemacht, sie mit der Studioaufnahme(?) von 1999, die 2000 von der DG veröffentlicht wurde, zu vergleichen, ganz unprofessional, aus dem Bauch heraus. Die neue Aufnahme ist wesentlich mehr am Text orientiert wie die Alte und viel, viel weicher und sanfter. Am deutlichsten wird dies im Eingangschor. Der langsame Teil ist ruhiger, weicher, bittender “Bleib bei uns”, während der schneller Teil hektischer wirkt und fast Panik aufkommmt “nun bleib doch, hau nicht ab”. In der alten Aufnahme (es ist nur 1 Jahr dazwischen, aber welch ein Unterschied) ist der langsame Teil eine erstklassige Demonstration für “schwer-leicht” und wirkt dadurch viel seufzender. Der schnelle Teil ist hier viel transparenter und klarer. Dies zieht sich durch die ganze Kantate. Die alte Aufnahme ist instrumentaler, vielleicht auch akademischer, die neue dagegen weicher, bei den Sängern wesentlich besser interpretiert. Das zeigen die Choräle sehr deutlich. Falls ich noch singen würde, könnte ich die Neue nicht mehr als Beispiel nehmen “was der Chef wohl von uns will”. Aber ich kann mir den Luxus leisten, sie einfach schön zu finden.
Euch allen einen schönen Abend
Barbara
3. volker /Admin sagt:
4.3.2007 bei 20:00

Hallo Barbara,

fantastisch gelungen Dein Vergleich der Aufnahme des BWV 6 von DG aus dem Jahr 1999.
Mir scheint, je älter Gardiner wird bekommen seine Interpretationen einen ganz neuen Stellenwert, d.h. sie werden inniger vorgetragen, was mir bei der CD 2 von SDG 128 ganz besonders aufgefallen ist.

Meine Lieblingskantate ist hierauf das BWV 6 “Bleib bei uns, denn es will Abend werden” was hier an innigen Klangfarben abgeht grenzt an eine “Himmlische Musik.” Schon der Auftakt mit den klagenden Orcheststimmen erreicht einen Grad der Vollendung des Musizierens. Ins Herz geschlossen habe ich Satz drei mit dem beginnenden Cello-Solo, (ich liebe das Cello wegen der Klangfarbe ungemein) was Bach hier komponiert hat ist rührend, mit den anschließend einfallenden Engelsstimmen des Monteverdi Choirs “Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ” erreicht mich dieser Satz ungemein aufwühlend und gefühlsbetont.

Der 5. Satz mit dem vorherrschenden Violinspiel und der
Tenor-Arie “Jesu, lass uns auf dich sehen” finde ich in ihrer Feinheit mehr als ergreifend.

Einmal noch aus meiner Sicht geschildert ist im BWV 134 „Ein Herz, das seinen Jesum lebend weiß“ der 4. Satz als ein ganz stark aufwühlendes Duett für Alto und Tenor zu hören mit:
„Wir danken und wir preisen dein brünstiges Lieben“ mit James Gilchrist besetzt ergibt es eine fantistische Wiedergabe, wie das Orchester swingt und beschwingt zu spielen weiß, ist allerfeinste Musik, diese Stelle habe ich mir immer wieder angehört, so berührt mich dieser Satz.

Der 6. Satz Kraftvoll beschwingt und swingend gerät der Schluss mit dem “Erschallet, ihr Himmel, erfreue dich” in eine grandiose Wiedergabe. Wie der Chor Ausdruckstark das “du glau - ben - de - Schar” singt , ist fast überirdisch zu nennen, dazu die Gesangssolisten ausdrucksstark besetzt ergibt eine herzzereissende Wiedergabe. Der Schlussgesang mit dem “und - stel - let als Sie - ger sich dar” ist so vollendet vorgetragen, dass ich atemberaubend aus dem Staunen nicht herauskomme was gesangstechnisch alles möglich ist, dazu der finale Schluss des Orchesters einfach großartig. Eine Kantate die es in sich hat, Bach ist der Komponist, der so etwas fantastisches zu kompononieren in der Lage ist dazu dieses Klasse-Orchester und die Sängerschar mit dem großartigen Maestro Gardiner ergibt eine Aufführungsform der Großartigkeit!

Die CD zwei ist ein Juwel geworden, näheres werde ich noch demnächst dazu abgeben.

Schönen Abend und Wochenanfang an “Alle”

Volker
4. meinhardo sagt:
5.3.2007 bei 14:00

Hallo,

die Bestellung ist raus, bei so viel Begeisterung muss ich zuschlagen.

Grüsse
meinhardo
5. meinhardo sagt:
5.3.2007 bei 14:00

Hallo,

für alle Interessierte der “Historie Bach Pilgrimage 2000″
im Internet eben gefunden zum Aufführungsort: Georgenkirche Eisenach historische Ankündigung von:

Gesellschaft Thüringer Bach-Wochen
Frauenplan 21 / D - 99817 Eisenach
Telefon / Fax (+49) - (0) 3691 -21 40 53

Link: http://www.bach-2000.de/b20.htm

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23. April 2000
Ostersonntag 10.00 Uhr Georgenkirche KANTATENGOTTESDIENST
Musikalische Leitung:
John Eliot Gardiner
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23. April 2000
Ostersonntag 19.30 Uhr Georgenkirche OSTERKANTATEN
von Johann Sebastian Bach
Solisten / The Monteverdi Chor / The Englisch Barock Soloists
Dirigent: John Eliot Gardiner
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24. April 2000
Ostermontag 16.00 Uhr Georgenkirche OSTERKANTATEN
von Johann Sebastian Bach
Solisten / The Monteverdi Chor / The Englisch Barock Soloists
Dirigent: John Eliot Gardiner
-
25. April 2000
Ostersonntag 19.00 Uhr Georgenkirche OSTERKANTATEN
von Johann Sebastian Bach
Solisten / The Monteverdi Chor / The Englisch Barock Soloists
Dirigent: John Eliot Gardiner

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Gruss
meinhardo
6. meinhardo sagt:
5.3.2007 bei 15:00

Hallo,

heute mal einen freien Tag und stöbere…..

sehe gerade, dass der Wiener-Konkurrent einen Monat vorher in der Georgenkirche erschienen ist, war gut so, den bleibenden Eindruck wird wohl Maestro Gardiner abgegeben haben.


21. März 2000 19.30 Uhr Georgenkirche Johann Sebastian Bach JOHANNESPASSION
Solisten Arnold Schoenberg Chor / Wien
Concentus musicus Wien
Dirigent: Nikolaus Harnoncourt

Gruss
meinhardo
7. volker /Admin sagt:
5.3.2007 bei 19:00

Hallo,

eine interessante Angabe von @ meinhardo mit dem Web-Link für Eisenach.
Ich frage mich nur, wie die Orchester- und Chormitglieder, die kein Wort deutsch verstehen, den Gottesdienst und die Predigt in der Georgenkirche erlebt haben. (Langeweile pur?)Im Gesang sind sie der Deutschen Sprache mehr als gewachsen aber einem Redenden 1/2 Stunde (Predigt)zuhören!?!

Grüsse
Volker
8. Barbara sagt:
5.3.2007 bei 19:00

Hallo Volker,

das ist wirklich richtig langweilig - ein Gottesdienst in einer Sprache, die man nicht versteht. Das habe ich in England in der St. Pauls Cathedral ausprobiert, wo ich eigentlich nur den Cathedral Choir hören wollte. Und der sang halt nachmittags in einem Gottesdienst. Aber bei meinem miserablen Englisch habe ich kaum etwas verstanden. Da die Kirche wunderschön ist, haben halt die Augen mehr zu tun gehabt wie die Ohren und ich war dank der schönen Musik und der schönen Kirche wunderbar erholt hinerher.

Vielleicht haben es die Musiker ja auch folgendermaßen gemacht (glaube ich aber eher nicht): Wenn wir im Gottesdienst Bachkantate singen, ist bei den “zugekauften” Musikern oft einer dabei, der, wenn nicht musiziert wird, sein Buch rausholt. Finde ich zwar ziemlich daneben, aber für die ist es halt nur ein kleiner Gig.

Schönen Abend
Barbara
9. Volker /admin sagt:
5.3.2007 bei 23:00

Hallo Barbara,
Deine Aussage:
“Wenn wir im Gottesdienst Bachkantate singen, ist bei den “zugekauften” Musikern oft einer dabei, der, wenn nicht musiziert wird, sein Buch rausholt. Finde ich zwar ziemlich daneben, aber für die ist es halt nur ein kleiner Gig.”

Hier habe ich laut aufgelacht, der Sprache nicht mächtig und aus Langeweile ein Buch herausgeholt…. wenn es die Bibel oder die Partitur des Werkes ist soll es mir recht sein, aber evtl. ein Liebesroman wäre dann doch wie im Tollhaus!!

Herzliche Grüsse

Volker.
10. Ritus sagt:
7.3.2007 bei 16:00

Hallo Barbara,
Du hattest gesagt: “Ich habe eine neue Lieblings CD, falls mir der Sinn nach Ruhigem stehen sollte. Ganz besonders dabei gefällt mir BWV 6 “Bleib bei uns, denn es will Abend werden”.

Ist Deine Lieblings-CD die CD zwei weil darauf das BWV 6 ist, oder gefällt Dir auch die CD eins als Liebling, hier sind die Kantaten aber pompöser?

Gruß
Ritus
11. Barbara sagt:
7.3.2007 bei 18:00

Hallo Ritus,

die Cd2 gefällt mir im ganzen ganz gut. Das heißt nicht, dass mir CD1 nicht gefällt, sie ist auch ganz toll. Ich weiß nicht , wie es Euch geht. Bei den meisten CDs sind einzelne Kantaten die Favoriten und die anderen werden übersprungen oder einfach so nebenbei mitgehört und erschließen sich vielleicht erst später in einer anderen Stimmung/Lebenssituation o.ä. Und die CD2 ist eine von der Art, die in den CD-Spieler reinkommt, die Isomatte kommt auf den Boden, hinlegen, Beine hoch und total entspannen. Das meinte ich mit neuer Lieblings-CD. Und es sollte keine Abwertung für die anderen schönen CDs sein. CD1 ist grandios, keine Frage - “Christ lag in Todesbanden” ist unheimlich beeindruckend und bei BWV66 “Erfreut Euch, ihr Herzen” kann ich auf Dauerwiederholung stellen. Aber es erzeugt ein ganz anderes Gefühl. Ich kann es einfach nicht richtig ausdrücken.
Einen schönen Abend
Barbara
12. volker /Admin sagt:
8.3.2007 bei 20:00

Hallo Barbara,

nun für heute im Blog und sehe Deinen Kommentar zu SDG 128.
Beide CD’s wirken auf mich sehr unterschiedlich, CD 1 mit den voluminösen Kantatenwerken, mit den Trompeten (liebe ich einfach, ein herrliches Instrument, wenn es gut gespielt wird)und den kraftvollen Chören, wunderbar.

Wie viel inniger erscheint mir dann die CD 2, nach dem Prachtvollen aus CD 1 lehnt man sich als Zuhörer entspannt zurück und lauscht diesen zu Herzen gehen Kantaten. Trotzdem ich die festlich und pompösen Kantaten über alles liebe, habe ich einen neuen Favoriten: CD 2, hier wird man als Hörer von der Musik mitgenommen auf eine unendliche Zeitreise, Träumen pur, so schön hat Gardiner diese Werke eingespielt, die einzelnen Nuancen werden prächtig umgesetzt es ist selbst in diesen kleinen Kantaten die Feinheit der Werke, die mich so faszinieren und mitnehmen,
einfach großartig.

Schöne Grüsse

Volker