Montag, 11. Februar 2008

Eine Legende: "Herbert von Karajan" Eine Kurzbiographie zum 100. Geburtstag

Hallo,

eine Legende als Dirigent wäre am 5. April 2008 100 Jahre alt geworden.

Meine Kurz-Biographie eines Genies, der mit Widerspruch zu leben hatte, geliebt, gemieden und doch ein Interpret, der die Massen für die Klassische Musik zu sensibilisieren verstand. Ich unternehme einmal den Versuch, wie Ihr diese Person vernommen habt, besitzt ihr CD's, DVD's von ihm, oder wird er rundherum abgelehnt. Ich wurde mit ihm groß und Karajan war in meiner Jugend das Nonplusultra in der Klassikszene.

Ein Konzert von ihm besuchte ich in den 60-er Jahren in der Kieler-Ostseehalle und war von der Persönlichkeit fasziniert, das Konzert mit einem Beethoven-Programm in dieser riesigen Sporthalle dagegen war für mich ein Flop, schon allein aus akustischen Gründen.

Viele Einspielungen besitze ich von ihm als DVD und seine Bach-Einspielungen als CD mit einer Ausnahme, eine DVD mit dem BWV 1042 Violinkonzert in E-Dur von J.S. Bach und der jungen Violonistin "Anne-Sophie Mutter" und das BWV 243 "Magnificat."

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DVD: BWV 1042 und BWV 243 bei BMG erhältlich!

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Kurz-Biographie:

Herbert von Karajan (1908-1989)

Dirigent

5. April 2008: 100. Geburtstag


Herbert von Karajan, ein Salzburger, begann mit vier Jahren Klavier zu spielen und besuchte schon während der Schulzeit das Mozarteum. Mit 18 studierte er an der Wiener Musikhochschule, 1928 war er Chorleiter und Dirigent am Stadttheater Ulm.

Als Deutschlands jüngster Dirigent und Generalmusikdirektor stand er ab 1935 der Aachener Oper vor. Die Wiener Oper feierte ihn erstmals 1937, im Jahr darauf debütierte er mit Beethovens "Fidelio" an der Berliner Staatsoper und begann dort bald mit umfassenden Plattenaufnahmen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er ab 1946 mit den Wiener Philharmonikern, und eine lebenslange Allianz begann. 1948 stellte er sich bei den Salzburger Festspielen und an der Mailänder Scala vor. Die Berliner Philharmoniker, deren Leitung er nach dem Tode Wilhelm Furtwänglers 1955 übernommen hatte, entwickelten sich zu einem Orchester von Weltruhm. Daneben dirigierte er als Nachfolger von Karl Böhm 1957-1965 an der Wiener Oper.

1968 gründete Karajan eine Stiftung seines Namens, die sich um medizinische Forschung und auch die Förderung des musikalischen Nachwuchses kümmerte. Ein dreijähriges französisches Gastspiel gab er als Leiter der Pariser Oper (1969-1971).

Nach einem Schlaganfall (1979) konnte er kaum noch dirigieren, arbeitete aber in reduziertem Umfang weiter, bis 1987 als Leiter der Salzburger Festspiele, bis 1989 mit den Berliner Philharmonikern. Im Frühjahr dieses Jahres feierte er noch ein umjubeltes Gastspiel in New York.

Karajan, der Perfektionist am Dirigierpult, der Hunderte von Plattenaufnahmen mit zahlreichen renommierten Orchestern eingespielt hatte, starb am 16. Juli 1989 während einer Probe zum "Maskenball" in seiner Geburtsstadt Salzburg an Herzversagen.

(Quelle: KlassikAkzente)

Passend dazu ist ein sehr interessantes Interview in der FAZ mit "Anne-Sophie Mutter" erschienen,

Link: hier klicken !!

sowie vorhandene Beiträge im Diskussionsforum:

Link: h i e r klicken !!

Die Diskussion ist eröffnet und bitte um Eure Meinung...!

Grüße
Volker

Kommentare:

Alexander hat gesagt…

Bevor meine Gardiner-Besesseneheit losging, war Karajan mein Leib-und-Magen-Dirigent. Los ging es alles mit den Mozart-Geigenkonzerten mit Anne-Sophie Mutter, es folgte das Beethoven-Geigenkonzert (auch mit Mutter), dann das Tripelkonzert (Ma, Zeltser, Mutter), dann die Beethoven-Sinfonien. Bruckner-Sinfonien, Brahms. Meine Idealisierung endete langsam, als ich die Beethoven-Klavierkonzerte mit Alexis Weissenberg zu Gehör bekam, auch den Tschaikowski fand ich mit Abbado besser. Wagner habe ich nie gehört :-). Jedenfalls war ich ziemlich betroffen, als der Tod Karajans verkündet wurde. Für mich war das eine Ära, die mit dem Tod Richters und Rostropowitschs zu Ende ging. In seinem Probestil muss er so eine Art Gegenthese zu Gardiner gewesen sein - autoritär, allein bestimmend, Frontalunterricht. Eine unersetzliche Aufnahme ist für mich das Dvorak-Cellokonzert mit Rostropowitsch. Gruß, Alex

Anonym hat gesagt…

Hallo Muriel,
ich finde das Thema viel zu komplex und vielschichtig, als daß man es mit einem Satz abhandeln kann. Und die Biographie eines Menschen erst recht.
Gruß,
Carl

Anonym hat gesagt…

Hallo Muriel,

hier schiesst Du mit Kanonen auf Spatzen, wer von uns kann so über einen Menschen urteilen, der für die Klassik so viel getan hat und mit seiner Musik Menschen glücklich gemacht hat, er war ein Phänomen geliebt, bewundert und ein Erneuerer, deshalb gebührt ihm zu seinem 100. ein Ehrenplatz, der unbestritten ist.

Deshalb kann ich deine Aussage nicht so ganz nachvollziehen, dunkle Flecken besitzt jeder Mitmensch und deshalb sollte ein Urteil deinerseits differenzierter ausfallen.

Gruss
Stephan

Anonym hat gesagt…

Hallo allerseits, wir hatten in unserem Forum vor einiger Zeit mal einen Beitrag der bekannten Psychologin Luise Reddemann, wo sie über Bach und seine Heilkräfte nachdachte. Reddemann war es auch, die an der Prägung der Begriffe Täterloyalität und Täteridentifikation entscheident mitgewirkt hat. Die Genese von Täterloyalität (und als solche muss man bezeichnen, wenn jemand in die NSDAP eintritt) ist hinreichend erforscht. Der christlichen Moral erschließen sich diese Dinge jedenfalls nicht, liebe Muriel. Ich glaube im Übrigen, dass das Tun eines Menschen durch seine Erfahrungen geprägt ist und nicht durch irgendwas "in die Wiege gelegtes" - das möge für Karajans NDSAP-Mitgliedschaft als auch für seine musikalische Audrucksfähigkeit gelten! Gruß, Alex

Anonym hat gesagt…

Hallo Muriel,

ich hatte angezweifelt, ob man das Leben eines Menschen im allgemeinen und und das Thema "Karajan - NSDAP" im speziellen mit einem Satz abhandeln kann. Es wird nicht dadurch besser, daß man es von einem Satz auf zwei Wörter "Nazi Karajan" verkürzt.

Dies ist sicher auch nicht die geeignete Plattform für eine erschöpfende Erforschung von Karajans Leben. Es ist ja in erster Linie ein Forum von Bach-Freunden, nicht von Karajan-Biographen.

Ich möchte nur noch einen Punkt hinzufügen. Der zweimal in die NSDAP eingetretene "Nazi Karajan" wurde von dieser Partei 1943 ausgeschlossen, da er 1942 eine halbjüdische Frau, Anita Güdermann, geheiratet hatte. Vorher war er von 1938 bis 1942 mit einer anderen halbjüdischen Frau, Elmy Holgerloef, verheiratet.

Was ich meine: Das Thema viel zu komplex und vielschichtig, als daß man es mit einem Satz abhandeln kann.

Gruß,
Carl

Volker hat gesagt…

muriel hat gesagt…

Karajan - 100!

Neben seinen Verdiensten möchte ich nicht vergessen haben, dass er Mitglied der NSDAP war. Gleich zweimal trat er ein 1933 und 1935. Sein endgültiger Eintritt wurde dann auf Mai 1933(!) datiert. Es ist doch schade, dass solchen politisch-moralisch ...............

Liebe Grüße
muriel
5. April 2008 09:57
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Liebe @Muriel,

ich habe heute nach heftiger Auseinandersetzung leider in deinen Kommentar als "Administrator" eingreifen müssen um rechtliche Konsequenzen zu deiner gemachten Aussage ausschließen zu können.

Wir können im Forum über alles diskutieren, nur sollten politische, menschenverachtliche und persönliche Angriffe auf Lebende und Nichtlebende ausgeschlossen sein.

Dein Kommentar wurde deshalb von mir abgekürzt.
Wer den vollen Wortlaut in Erfahrung bringen möchte, kann sich an mich wenden, dann werde ich ihn per Mail zusenden.

Ich möchte nochmals an dieser Stelle betonen, das ich als Betreiber des Forums für alle gemachten Aussagen rechtliche Konsequenzen allein zu tragen habe. Ich bitte um Euer Verständnis.

Ich wünsche allen noch einen schönen Sonntag und Grüsse

Volker /admin

Volker hat gesagt…

Anonym hat gesagt…

Meine Lieben,

ein paar Klarstellungen:

1. Ich behauptete nicht, dass meine Anmerkung zum Karajan sein Leben erschöpfend behandeln ",,,neben seinen Verdiensten...." fing ich an.

2. Dass die großen Verdienste alles andere zuschütten bzw. vergessen lassen, muss ich nicht hinnehmen - lieber Stephan.

3. @..,.., ............... Atheistisch, ach nein, ich weiß, humanistisch.

Das kenne ich aus meiner DDR-Zeit bis zum Erbrechen. Vielleicht können wir uns darauf verständigen, dass wir uns nicht gegenseitig auf Abziehbilder kleben.

Dann sage doch auch noch, was es bedeutet, dass die Genese von "Täterloyalität" schon erklärt sei. M.E. nichts. Diese Art von Loyalität war immer die stärkste und entscheidendste Stütze der Täter selbst. Dass z.B. ...... nach allem Ministerpräsident und Minister werden konnte, liegt auf der gleichen Linie wie der Fall ....

Es ist doch wirklich keine Kleinigkeit, wenn jemand zweimal in die B........ eintrat. Und wo - bitte klär mich auf - wo hat ... öffentlich zumindest ein tiefes Bedauern ausgesprochen.

Und zuletzt Deine Auffassung von der Motivation unseres Tuns ist ja wohl einfach .....

Es ist uns sehr wohl das meiste in die Wiege gelegt. Das war doch die schlichte DDR-Doktrin, nach der man die Menschen nur richtig erziehen müsse, dann würde es schon werden.

Die Genetik und der Zustand unserer Gegenwart spricht eindeutig dagegen. Meine schlichte unchristliche Meinung zu dieser Angelegenheit ist dieses: Wer politisch und menschlich so daneben lag wie ....

Lieber eine Schalmeiengruppe als die Philharmoniker unter ......
Lieber keine Philosophie als eine mit ......
und lieber keine Kirche als einer, in der alte ...... weiter tönen.

Gruß
muriel
6. April 2008 11:42
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Liebe @Muriel,

hier habe ich den Kommentar ebenfalls entschärft, da er zu persönlich auf ein Mitglied des Forums verfasst wurde.

Herzlichen Gruss

Volker /admin
6. April 2008 14:5

Volker hat gesagt…

Anonym hat gesagt...

Liebe Leute,

es war schön bei euch, aber ich werde zu oft gemaßregelt. Deshalb - ade. Ich hätte gern gewusst, mit wem Volker sich hat "heftig" auseinandersetzen müssen. Gut, gleichgültig, ich habe hier interessante Dinge gelesen.

Dein Satz @....., hier ist er noch einmal:"Der christlichen Moral erschließen sich diese Dinge jedenfalls nicht...ist für mich auch beleidigend, aber die DDR-Funktionäre haben das uns über Jahrzehnte ins Ohr geblasen.

muriel

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Abgeändert durch Moderation um 19.50 h

Volker /admin
6. April 2008 16:42