Montag, 3. März 2008

Das Antlitz von J.S. Bach von Wissenschaftlern am Computer rekonstruiert !

Eisenach, 3. März 2008

Das Antlitz von J.S. Bach  von Wissenschaftlern am Computer rekonstruiert !

Das rekonstruierte Antlitz von Johann Sebastian Bach (1685-1750) wird an diesem Montag im Institut für Anatomie der Charité in Berlin erstmals öffentlich vorgestellt.



Linkes Bild: Porträt von E.G. Hausmann von 1746  /  rechtes Bild: Computeranimation von J.S. Bach

Am 21. März, dem Geburtstag des Barockkomponisten, soll die Büste im Bachhaus enthüllt werden. Die Anthropologin Wilkinson hat nach einem 1894 gefertigten Bronzeabguss von Bachs Schädel zuerst die Muskelstränge, dann die Fettschichten nachgebildet. Eine Spezialfirma wird die nach dem Computermodell entstandene neue Bachbüste in eine Form gießen. 

Wie der Komponist zum Ende seines Lebens hin wohl aussah, war bisher nur von einem 1746 gemalten Gemälde von Elias Gottlob Hausmann abzulesen. Es gilt als das einzige überlieferte Bild, für das Bach Modell gesessen hat.

(Quelle: dpa)






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Kommentare:

Volker hat gesagt…

Hallo,

erst war Mozart mit seinem Schädel zur Diskussion gestellt und nun unser J.S. Bach, bin einmal gespannt, was daraus wird eine Fahrt ins Bach-Museum in Eisenach wird wohl unabdingbar sein.

Grüsse
Volker

Anonym hat gesagt…

Hallo Volker,
letzte Woche war darüber ein längerer Artikel in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Ich bin noch am Suchen, ob die Zeitung nicht doch im Altpapier gelandet ist. Ich weiß zwar nicht mehr genau, was in dem Artikel stand - mein Gehirn hat ihn als unwichtig abgespeichert -, aber meine Reaktion war: Bitte nein, das reicht jetzt aber. Vielleicht greifen ja noch andere Zeitungen, die dann auch online zugänglich sind, dieses Thema auf.
Viele Grüße
barbara

wadamo hat gesagt…

Liebe Bach-Freunde!

Auch ich habe von den Eisenacher Versuchen gehört, Bach uns visuell darzustellen und ihn uns über eine wissenschaftlich exakte Ikonographie näher zubringen. Da erscheint ein gemütvolles, ausdruckfähiges 'Antlitz'-, kein Gesicht oder wie das Hausmann-Bild abgestempeltes Etwas, sondern eben ein menschliches Antlitz. Die Bach'schen Melodien hatten es in ihrer Vielfalt und Tiefe uns ja schon immer zugesungen. Bach muß ein gemütvoller Mensch gewesen sein. Zwar eruptiv, doch auch gelassen, teils sinnenfreudig, aber auch Familienmensch. Verbunden mit seinen Höchsten, dessen Taten er unvergleichlich darstellt, doch nicht abgehoben, eher bodenständig und mit Widrigkeiten der Leipziger Umstände zurechtkommend. Wenn dies die wissenschaftliche Arbeit der britischen Mrs. aufzeigt, bin ich zufrieden. Mehr sollte in dem ikonographischen Versuch nicht dargestellt werden als Zugänge zu Bach zu erweitern.

Gruß @
Wolfgang

Volker hat gesagt…

Liebe @Barbara, lieber @Wolfgang,

erst einmal danke für Eure Kommentare.
In der Zeitung DIE WELT fand ich folgenden Artikel darüber:

Expertin rekonstruiert das Antlitz von Johann Sebastian Bach
Die schottische Anthropologin Caroline Wilkinson rekonstruiert im Auftrag des Bachmuseums Eisenach das Antlitz des Barockmusikers Johann Sebastian Bach (1685-1750) neu.

"Sie stützt sich dabei auf die Totenmasken von Bach, einen bronzenen Schädelabguss von 1894, Skizzen, Messungen und Fotografien", sagte Jörg Hansen, Direktor des Bachmuseums Eisenach.

Die nach neuen forensischen Erkenntnissen gefertigte Wachsbüste soll in der Sonderausstellung "Bach im Spiegel der Medizin" gezeigt werden, die zum Bach-Geburtstag am 21. März öffnet.
(dpa - Meldung)

Weitere Fotos und Artikel in DIE WELT nachstehend:

Hier klicken

Auftraggeber ist das Bachmuseum in Eisenach, was mir neu war, ich habe so meine Probleme mit fiktiven Nachbildungen, da ist mir meine Bach-Büste, nach dem Bildnis von Hausmann nachgestellt? - Lieb und teuer und benötige keine weiteren fiktiven Hinweise, wie er wohl ausgesehen haben mag -. Augenfarbe nicht bekannt, Perücke wird nachgestellt und und..., das scheint meiner Meinung nach über das Ziel hinaus zu schießen, die uns bekannten Gemälde reichen dafür allemals aus, das ist meine subjektive Meinung dazu.

Wer diese Spielerei mag, soll sich daran ergötzen, bin nur erstaunt, dass das Bachmuseum Geld dafür aufbringt, haben sie es neuerdings im Überfluss...?

Liebe Grüße
Volker

Alexander hat gesagt…

Es existiert noch eine Bleistiftzeichnung ohne Perücke. Alex

Volker hat gesagt…

Hallo Alex,

wohl gelungen, bist Du Zeichnungskünstler und ist die Bleistiftzeichnung dein Privatbesitz?

Grüße
Volker

Alexander hat gesagt…

OK, OK, das hat meine Frau gezeichnet. Ich wollte mal ein Bach-Bildnish aben ohne Perücke. Alex