Freitag, 18. April 2008

Das Fragment: J.S. Bach "Markuspassion"

Alle, denen ich in meinem ungerechten Zorn zu nahe trat, bitte ich um Vergebung. Es ist doch schwer, sich von einer Seite zu trennen, die zu den wenigen interessanten im Internet zählt.

Zur Sache. Ich bekam heute zwei DVD. Koopmann Markuspassion und dito Matthäuspassion. Die Markuspassion hörte ich bereits und finde sie sehr gelungen. Pregardien - vorzüglich. Deborah York ausgezeichnet. Mertens wie immer, einfach gut. Natürlich kenne ich alle Stücke aus den Kantaten, aber interessant ist für mich das, was der Hexhenmeister aus Zwolle dazu komponierte. Ich finde das, besonders verglichen mit anderen Versuchen gut. Die Frage ist natürlich, ob auch andere diese Fassung aufführen. Noch eine Bemerkung zu Pregardien. Habt ihr auch den Eindruck, dass er unglaublich durch Fischer-Dieskau geprägt ist?

Liebe Grüße
muriel

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Eine Anlistung von Fragmenten zur Markuspassion von J.S. Bach
füge ich als Link hinzu:

Hier geht es zur Anlistung und k l i c k e n !!

angefügt von Volker / admin am 19.4.2008 19:40 h

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Hier stelle ich den ersten Hauptbeitrag mit rein "Archivbeitrag vom 1. Juli 2007"

Donnerstag, 7. Februar 2008

Archiv-Beitrag: DVD / J.S. Bach “Markus-Passion nach BWV 247″ Rekonstruktion von Ton Koopmann


DVD Markus-Passion Ton Koopman


1.4.2007 von Volker /admin.

Hallo zusammen,

wer kennt die Rekonstruktion der Markus-Passion von Ton Koopman oder eine CD von ihm, würde mich über eine Rückmeldung freuen.

DVD “Markus-Passion nach BWV 247″
(Rekonstruktion von Ton Koopman)

Pregardien, Kooy, York, Landauer, Agnew, Mertens,
Amsterdam Baroque Choir & Orchestra, Koopman (125 Min.)
Sound:DSS 5.1;Bild:WS;Sub:D, E,F, NL

Sonderpreis gültig bis 30.4.2007 “EUR 14,99″
danach EUR 22,99

Bestellung: bei j p c

Grüße
Volker<
Blogger Volker hat gesagt...

5 Antworten auf “DVD / J.S. Bach “Markus-Passion nach BWV 247″ Rekonstruktion von Ton Koopman !”

1. muriel sagt:
1.4.2007 bei 14:00

Habe sie mir gerade erworben.

Grüße
muriel
2. Volker /admin sagt:
1.4.2007 bei 19:00

Hallo muriel,

Du hast sie gerade erworben, das gleiche habe ich vor einer
halben Stunde bei jpc getan.
Danach können wir uns einmal darüber austauschen, wie das Frakment sich anhört, die Solisten sind ja wohl top.

Schönen Sontagabend

Gruß

Volker
3. Alexander Behrens sagt:
2.4.2007 bei 14:00

Da würde mich mal eine kleine Hörprobe interessieren …
4. Volker /admin sagt:
2.4.2007 bei 20:00

Hallo Alexander,

sobald ich sie im Besitz habe muss ich den “neuen WEG” der Wiedergabe wohl in Angriff nehmen, aber das ist ein Grund,
es zu wagen.

Gruß
Volker
5. Volker /admin sagt:
7.4.2007 bei 13:00

Hallo muriel,

hast Du mittlerweile die DVD erhalten? wenn ja, wie ist dein Kommentar zu dieser Einspielung.

Gruß

Volker

7. Februar 2008 20:21

Löschen
Anonym Anonym hat gesagt...

Endlich kurz zur Markuspassion. Mich begeistert diese Version. Die vorzüglichen Solistinnen und Solisten, das vorzüglich kommunizierende Orchester. Der Chor, den man mit dem Monteverdichor nicht vergleichen sollte, beide eine Superwelt und auch der Hexenmeister aus Zwolle. Ich meine, Koopmann und der Sir sind Musikschöpfer reinsten Wassers. Noch zu den Reztativen. Sie sind stark, unglaublich stark, gerade weil Bach nicht imitiert wird, gelangt der Hexenmeister mit seinem Versuch ganz in Bachs Nähe. Ein Ereignis - oder?

Liebe Grüße
muriel

4. Mai 2008 12:27

Löschen
Blogger Volker hat gesagt...

Hallo muriel,

jetzt haben wir zwei Themen über die "Markus-Passion" und versuche, die zwei Hauptbeiträgen zu einem Beitrag zusammen zu legen, der Übersicht wegen....!!.

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Ja, teilweise sind sehr gelungene Rezitative von Koopman dazu komponiert worden, er kann aber den Übervater JSB nicht ersetzten, mir fehlen die Orchestralen Höhepunkte als Begleitung, alles hört sich ein wenig einfältig an. Koopman sagt ja auch selber aus: "Beim Komponieren der vielen Rezitative habe ich mich darum bemührt, so gut wie möglich im Stil des achtzehnten Jahrhunderts und im Idiom Bach zu schreiben!"


Aber immer mit dem Wissen, dass Bach es viel besser hätte machen können.
(Dieser Aussage schliesse ich mich vorbehaltlos an.

Aus der Sammlung von Chorälen von C.P.E. Bach hat Koopman vorzügliches geleistet, indem er dort sehr passende Choräle in das Frakment mit eingebunden hat, das muss einmal anerkennend ausgesagt werden.

Die Gesang-Solisten sind überragend, da hat er immer ein gutes Händchen in der Auswahl, ebenso das "Amsterdamer Baroque Orchestra" kann nur lobend erwähnt werden, ein vorzüglicher Klangapparat.

Den Chor lasse ich unerwähnt, was Du @muriel auch schon erwähnt hast, nur soviel dazu, er lässt sich ebenfalls gut anhören.

Mein Fazit zu dieser DVD:

als Einspielung begeistert sie mich, viele Veröffentlichungen scheitern an den fragwürdigen Fragmenten, da hebt sich diese Einspielung wohltuhend von ab.

Grüsse
Volker

5. Mai 2008 18:25

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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Muriel,

die Koopman-Version der "Markus Passion" besitze ich als DVD.

Die Musik ist überragend, ebenfalls die Gesangs-Solisten, die von Koopman dazu komponierten Passagen, hm, da fehlt mir einfach ein gelungenerer Übergang in den Einzelpassagen des Werkes, es bleibt eben nur eine Rekonstruktion und Bach ist von keinem zu ersetzten.

Die Züge eines Pregardien weisen prägnant und unverkennbar auf Fischer-Dieskau als Mit-Ausbilder hin, für mich ein großartiger Gesangs-Interpret.

Gruss
Stephan

Anonym hat gesagt…

Ja, Stephan, Bach ist Bach, deswegen gibt es ja dieses Forum. Trotzdem, was da zu hören ist, ist die Arbeit eines genialen Musikers. Wenn Du Dir die rekonstruierte Markus Passion unter Roy Goodman anhörst, dann wird klar, was für ein Niveauunterschied zwischen den Koopmannschen Rezitativen und denen von Simon Heighes besteht. Übrigens hörte ich eben die DVD mit der Matthäuspassion von 2005, man soll darüber nicht reden, das muss man gehört haben und "youtube" bietet eine Menge Ausschnitte der Aufnahme an. Und Nebenbei - hoffentlich wiederhole ich mich nicht - die Ausschnitte hat ein Türke aus Ankara eingestellt. Toll, dass diese Musik jetzt in solche Räume vorzudringen beginnt.

Liebe Grüße
muriel

Volker hat gesagt…

Hallo Muriel,

schön wieder von Dir zu hören. Die Tage habe ich auf ein Preisschnäppchen bei jpc zugegriffen und mir die DVD von Koopmann mit der Matthäuspassion bestellt und bereits heute erhalten. Auf die Aufführung bin ich gespannt und werde darüber berichten.

Die Markuspassion habe ich seit einem Jahr und gefällt mir als DVD recht ordentlich. Die dazu komponierten Stücke von Koopman entnahm er teilweise aus Kantaten von Bach, es bleibt aber ein Frakment, schade dass das Original, bzw Abschrift von Bach verloren gegangen ist.

Eine Rekonstruktion hat hier von der hiesigen Kirchenmusikhochschule Herford vor Jahren durch E. Koch vorgenommen worden, eine Veröffentlichung darüber gibt es, die Angaben können in einem besonderen Beitrag hier über einen Link abgerufen werden. Weitere Rekonstruktionen habe ich dort einmal als Gesamtsicht dort zusammengetragen.

Link zu den 16 Rekonstruktonen der "Markus Passion" nachstehend anklicken..!!

Hier klicken

Schönes Wochenende und Grüsse

Volker

Eine weitere, sehr moderne Musik-Fassung als Frakment der Markuspassion wurde von einem Ensemble in Leipzig in der Thomaskirche zur Uraufführung gebracht.

Anonym hat gesagt…

Ich kann es mir nicht verkneifen noch einmal heute zu schreiben. Ganz erstaunlich Deine Informationen, Volker. Ich wusste nicht wie viele Rekonstruktionen es da gibt. Danke für den Beitrag.

Liebe Grüße
muriel

Anonym hat gesagt…

Anonym Anonym hat gesagt...

Endlich kurz zur Markuspassion. Mich begeistert diese Version. Die vorzüglichen Solistinnen und Solisten, das vorzüglich kommunizierende Orchester. Der Chor, den man mit dem Monteverdichor nicht vergleichen sollte, beide eine Superwelt und auch der Hexenmeister aus Zwolle. Ich meine, Koopmann und der Sir sind Musikschöpfer reinsten Wassers. Noch zu den Reztativen. Sie sind stark, unglaublich stark, gerade weil Bach nicht imitiert wird, gelangt der Hexenmeister mit seinem Versuch ganz in Bachs Nähe. Ein Ereignis - oder?

Liebe Grüße
muriel

4. Mai 2008 12:27

Volker hat gesagt…

Hallo muriel,

jetzt haben wir zwei Themen über die "Markus-Passion" und versuche, die zwei Hauptbeiträgen zu einem Beitrag zusammen zu legen, der Übersicht wegen....!!.

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Ja, teilweise sind sehr gelungene Rezitative von Koopman dazu komponiert worden, er kann aber den Übervater JSB nicht ersetzten, mir fehlen die Orchestralen Höhepunkte als Begleitung, alles hört sich ein wenig einfältig an. Koopman sagt ja auch selber aus: "Beim Komponieren der vielen Rezitative habe ich mich darum bemührt, so gut wie möglich im Stil des achtzehnten Jahrhunderts und im Idiom Bach zu schreiben!"


Aber immer mit dem Wissen, dass Bach es viel besser hätte machen können.
(Dieser Aussage schliesse ich mich vorbehaltlos an.

Aus der Sammlung von Chorälen von C.P.E. Bach hat Koopman vorzügliches geleistet, indem er dort sehr passende Choräle in das Frakment mit eingebunden hat, das muss einmal anerkennend ausgesagt werden.

Die Gesang-Solisten sind überragend, da hat er immer ein gutes Händchen in der Auswahl, ebenso das "Amsterdamer Baroque Orchestra" kann nur lobend erwähnt werden, ein vorzüglicher Klangapparat.

Den Chor lasse ich unerwähnt, was Du @muriel auch schon erwähnt hast, nur soviel dazu, er lässt sich ebenfalls gut anhören.

Mein Fazit zu dieser DVD:

als Einspielung begeistert sie mich, viele Veröffentlichungen scheitern an den fragwürdigen Fragmenten, da hebt sich diese Einspielung wohltuhend von ab.

Grüsse
Volker

Anonym hat gesagt…

Noch zu den Solisten. Ein Ausfall ist für mich immer wieder und auch hier Paul Agnew. Wie der die Töne nachdrückt und haucht und dramatisiert, na ja... @Volker, zu den Chören sollte man etwas sagen. Ich meine der Sir und der Hexenmeister aus Zwolle haben sehr unterschiedliche Auffassungen von Bach. Wir haben bei beiden auf höchstem Niveau fast ganz verschiedene Musik...?!

Liebe Grüße
muriel