Mittwoch, 9. April 2008

Neue Orgel für die Elbphilharmonie in Hamburg

Orgelbau Klais gewinnt Hamburger Wettbewerb

Quelle: orgelmagazin.com

Konzertsaal-Orgel für die Elbphilharmonie

Bild-Quelle:Elbphilharmonie.de

Die Werkstatt Johannes Klais Orgelbau GmbH & Co. KG ist Sieger des Wettbewerbs zum Bau der Orgel im großen Konzertsaal der Elbphilharmonie. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn wird in den nächsten zwei Jahren zusammen mit den Architekten der Elbphilharmonie Jacques Herzog und Pierre de Meuron die Orgel planen und bauen. Beteiligt hatten sich an der Ausschreibung sechs Orgelbau-Firmen. Ermöglicht wird der Bau der Orgel durch eine Spende in siebenstelliger Höhe des Unternehmers und ehemaligen Präses der Hamburger Handelskammer, Peter Möhrle.

Die Orgel wird als viermanualiges Instrument mit etwa 65 Registern, einer mechanischen Traktur und einem zweiten, elektrischen, fahrbaren Spieltisch geplant. Ein Fernwerk mit vier weiteren Registern ist in dem Reflektor über dem Orchester geplant. Die Klangcharakteristik soll insbesondere dem Repertoire ab dem 19. Jahrhundert, aber auch den Bedürfnissen zeitgenössischer Musik entsprechen.

Gruss

Volker

Kommentare:

Volker hat gesagt…

Hallo,

die Kosten explodieren, die neue Elbphilharmonie kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.

Die Hiobs-Meldung von heute:

Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) räumte gestern in der Hansestadt ein, dass das Konzerthaus an der Elbe den Steuerzahler dreimal so viel kosten wird wie geplant.

Die öffentlichen Ausgaben für das spektakuläre Gebäude der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron stiegen um 209 Millionen Euro auf insgesamt 323 Millionen Euro. In einer ersten Studie war von 77 Millionen Euro Steuergeldern die Rede, später stieg die Zahl auf 114,3 Millionen Euro.

Grüße
Volker

Anonym hat gesagt…

Hallo,

einen interessanten Artikel gibt es zu dem Thema "Elbphilharmonie" in der Frankfurter Rundschau vom 3.12.2008.

Wer die Niederungen des Hamburger Lokalstreits um die Elbphilharmonie von einem etwas erhöhten Standpunkt aus betrachtet, etwa von den Gipfeln der Harburger Berge, der könnte in der langen, schwierigen Geburt des Konzerthauses auf dem Kaispeicher A am Sandtorkai eine drastische Traumatherapie sehen.

Seit Jahrhunderten gilt die Stadt an der Elbe mit ihrem gewaltigen Hafen als Hochburg des Bürgertums und Bürgersinns; kein König, kein Fürst hatte hier je das Sagen, den Gang der Geschäfte und des Lebens bestimmten Kaufleute, und weil darunter auch Gewürzhändler waren, bürgerte sich für die spezifische hanseatische Form des Denkens und Handelns das Bild des Pfeffersacks ein.

Zum ganzen Artikel Der FR nachstehend klicken:

Hier klicken

Grüße
Volker

Anonym hat gesagt…

Hallo zusammen,

da kann man nur hoffen, dass diese wahnsinnigen Kosten (zum Vergleich: wenn man vom günstigsten Serienmodell ausgeht, bekommt man für diese Summe 4647 neue 7er BMWs) nicht mit überhöhten Eintrittspreisen wieder reingeholt werden sollen, wie das in Essen offensichtlich der Fall ist. Das würde dem Image schwer schaden und besonders den ständig rechnenden "Pfeffersäcken" kaum gefallen.
Mit moderaten Preisen wird sich die Elbphilharmonie sicher hervorragend in die sehr lebendige Hamburger Musikwelt einfügen.

Schöne Grüße,
Martin