Freitag, 27. Juni 2008

Mit dem - Dona nobis pacem - endete das Bachfest 2008 in Leipzig

Hallo zusammen,

hier meine persönlichen Eindrücke von den beiden letzten Aufführungen zum Bachfest 2008 in Leipzig am 21.6. 2008 mit dem "Freibuger BarockConsort" in der Nikolaikirche und dem folgenden Konzert am Sonntag, 22.6.2008, als Schlussveranstaltung in der Thomaskirche und der dort aufgeführten obligaten h-Moll Messe von J.S. Bach mit der Kammerphilharmonie Bremen und dem RIAS-Kammerchor.

-----------------------------------------------

Zu erst eine kleine Bilderauswahl von den Ereignissen am 1. Besuchstag:


Fotorechte: © V.Hege
Banner zum Bachfest 2008 am neuen Rathaus Leipzig empfingen die Besucher !


Fotorechte: © V.Hege
Samstag 21.6.2008, Konzert Freiburger BarockConsort in der Nikolaikirche Leipzig


Fotorechte: © V.Hege
Nikolaikirche am 21.6.2008, vorn links im Bild: Petra Müllejans, Violine und Leitung, Christa Kittel und Annette Schmidt (Violine, Viola), Cembalist: Torsten Johann, Ute Petersilge (Violincello).


Fotorechte: © V.Hege
Bachfest 2008 am 21.6. in der Nikolai Kirche Leipzig, Lee Santana (Laute).


Fotorechte: © V.Hege
vorne im Bild: Karl Kaiser (Traversflöte), im Konzert e-Moll von P.G. Buffardin ((1690-1768), im Hintergrund links außen der großartige Lauten-Spieler: Lee Santana.


Fotorechte: © V.Hege
im Bild: Karl Kaiser (Traversflöte)


Fotorechte: © V.Hege
21.6.2008 zum Bachfest 2008 in der Nikolaikirche in Leipzig, die vorzüglice "Hille Perl" Viola da gamba und Basso continuo.

------------------------------------------------------------------------

Unser erster Besuch galt dem Instrumentalkonzert des Freiburger BarockConsort am 21.6.2008 in der Nikolaikirche. Dieses Programm bestach durch ein vorzüglich abgestimmtes Instrumental-Ensemble der Großartigkeit, hier die herausragende Viola da gamba-Solistin "Hille Perl" besonders zu erwähnen, schmälert nicht den Gesamteindruck eines fantastischen Konzertabends.

Bedingt durch die gleichzeitig stattfindende "Soli Deo Gloria" Veranstaltung in der Thomaskirche, u.a. mit dem grandiosen Fragment, BWV 50, "Nun ist das Heil und die Kraft", aufgeführt von der "Akademie für Alte Musik Berlin und dem Thomaner Chor, Leitung Georg Christoph Biller, schrumpfte die Besucheranzahl auf ca. 400 bis 500 Zuhörer. Hier sollten sich die Planer in Zukunft etwas anderes einfallen lassen, denn einen größeren Zuspruch hätte dieses feine Ensemble mehr als verdient gehabt.

Zur Einführung erklang von J.S. Bach das BWV 1079, die Sonate c-Moll für Traversflöte, Violine und Basso continuo aus dem Musikalischen Opfer. Gut aufeinander abgestimmt erklang dieses wunderbare Werk in einer guten akustischen Atmosphäre in der Nicolaikirche.

Besonders gut gefielen uns die anschließenden Werke von Georg Philipp Teleman. Konzert A-Dur, TWV 51: A5 und die Suite D-Dur, TWV 55 D6. Hille Perl, positioniert ganz vorn vor dem Ensemble, zelebrierte eine Sternstunde im Viola da gamba-Spiel, Wann hört man solch eine großartige Künstlerin mit einem bewegendem Spiel, die warmen Klangfarben waren von diesem schönen Instrument deutlich heraushörbar und prägten eindeutig die Wiedergabe dieser wunderbaren Telemann-Werke. Das harmonische Miteinander im Spiel war begeisternd schön, was hat die Barockzeit doch für schöne Musikstücke zu bieten, es war ein Traum, das als Zuhörer einmal erleben zu dürfen.

Nach diesen Höhepunkten wurde noch etwas spektakuläres zu Gehör gebracht. Ein Meister der Traversflöte stellte sich mit "Karl Kaiser" als ein Genie im Flöten-Spiel vor. Mit dem Konzert in e-Moll von Pierre-Gabriel Buffardin (1690-1768), der drei Jahrzehnte als Solo-Flötist an der Sächsischen Hofkapelle in Dresden gewirkt hatte, erklang ein Werk für Traversflöte, Streicher und Basso continuo, dass unter die Haut ging.
Inniger und herzergreifender kann ein solch großartiges Werk nicht vorgetragen werden, es stockte einem der Atem, so furios und besitzergreifend habe ich noch kein Flöten-Werk gehört, man wird direkt berauscht von der Schönheit dieser Musik. Die Werke dieses großartigen Komponisten sind fast alle verschollen, was für ein Verlust, leider, es existiert nur noch eine Trio-Sonate und ein Flöten-Konzert.

J.S. Bach hat bei seinem Dresden-Besuch im Jahr 1717 höchstwahrscheinlich diesen Ausnahmekünstler kennen gelernt und wurde durch ihn wohl angeregt, das virtuose Spiel und den Einsatz der Traversflöte in seinen Werken mit zu berücksichtigen.

Anzumerken ist ebenfalls das wunderbare Lautenspiel durch Lee Santana, er benutzte unterschiedliche Lauten-Instrumente und krönte damit eine unterstützende und fantastische Wiedergabe in den Barockwerken.

Eine zutiefst zufriedene Zuhörergemeinschaft dankte den großartigen Freiburger Instrumental-Solisten für einen wunderschönen Abend mit herrlicher Barockmusik, es bedeutete für uns eine herausgesuchte Perle im umfangreichen Gesamt-Programm des Bachjahres 2008 und machte uns neugierig auf den kommenden Sonntag mit dem Abschlusskonzert in der Thomaskirche mit der h-Moll Messe.

Eine weitere Rezension dazu von der Leipziger Volkszeitung vom 23.6.2008 nachstehend, in das Foto reinklicken, dann erfolgt eine Vergrößerung...!!


Obiges Bild: Rezension der Leipziger Volkszeitung vom 23.6.2008


Bach Magazin No. 11 erhältlich beim BachArchiv Leipzig
»Ich möchte nicht zurück«
INTERVIEW MIT HILLE PERL


---------------------------------------------------------------------

Bilder-Eindrücke vom 2. Besuchstag


Fotorechte: © V.Hege
Schlussveranstaltung am 22.6.2008 in der Thomaskirche Leipzig


Fotorechte: © V.Hege
Grosser Besucher-Andrang zum Beginn des Konzertes


Fotorechte: © V.Hege
J.S. Bach Denkmal vor der Thomaskirche, der immense Zuspruch wird ihn erfreuen....



Fotorechte: © V.Hege
Ausverkaufte Thomaskirche


Fotorechte: © V.Hege
Besucherplätze im Altarraum


Fotorechte: © V.Hege
Blick auf die Orgelempore mit den Mitwirkenden


Fotorechte: © V.Hege
Schluss-Applaus für die Mitwirkenden

---------------------------------------------------------------------

Am 2. Tag stand die Schlussveranstaltung mit der obligaten h-Moll Messe, BWV 232, in der Thomaskirche zum Besuch an.

Das Bachfest Leipzig 2008 endete mit einer Aufführung der h-Moll-Messe BWV 232,

für 2 Soprane, Alt, Tenor, Bass, vier-bis achtstimmigen Chor, 3 Trompeten, Pauken, Corno da caccia, 2 Traversflöten, 3 Oboen, 2 Oboen d'amore, 2 Fagotte, Streicher und Basso continuo,

in der restlos ausverkauften Thomaskirche Leipzig.

Mit Sir Roger Norrington, Leitung, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen und dem RIAS Kammerchor Berlin sowie den Solisten Dominique Labelle (Sopran), Annette Markert (Alt), James Taylor (Tenor) und Yorck Felix Speer (Bass) gelangte das Bachfest 2008 zum abschließenden Höhepunkt.

Sagenhafte 35 Grad im Schatten setzten einem zu und waren froh, dass die Thomaskirche beim Betreten uns mit einer angenehmen Kühle überraschte. Das Gedränge vor einem geöffneten Eingang war mehr als gewöhnungsbedürftig, warum wird immer nur eine Kirchentür geöffnet, das wird wohl für immer ein Rätsel der Veranstalter sein.

Ich hatte mit einer Aufführung vom Altarraum aus gerechnet, wurde aber enttäuscht, das ganze spielte sich von uns weit entfernt auf der Orgelempore statt, meine Bedenken ob dieser ungünstigen Lage sollte sich noch als wahrhaftig im Konzert bestätigen.

Die Forschungen zur h-Moll-Messe dauern noch an. Wenn sich die Hypothese aber bestätigen sollte, dass die "Musicalische Congregation" Bach zur Erstellung "Missa tota" bewegte, würde nicht nur das 1790 aufgestellte Verzeichnis von Carl Philipp Emanuel Bachs Nachlass recht behalten, wo das Stück als die "große catholische Messe" bezeichnet wird, sondern die h-Moll-Messe müsste dann im doppelten Sinne als das über den Konfessionsgrenzen schwebende kirchenmusikalische Vermächtnis ihres Schöpfers verstanden werden. *)

Als ein umsichtiger Leiter erwies sich in diesem Werk Sir Roger Norrington, sparsam im Dirigieren war er aber immer bemüht, die entsprechenden Nuancen klar und bewegend dem Hörer zu vermitteln. Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen überzeugte in den Streichergruppen mit einem schönen barocken Klang. Abstriche muss bei den Bläsern gemacht werden, sie spielten auf modernen Instrumenten und brachten durch ihren gewaltigen Klang das Orchester klangmäßig in erhebliche Schwierigkeiten, die Töne brachen sich wegen der schlechten Platzierung akustisch im Kirchenraum und liessen ein zwiespältiges Hören nur zu, schade, eine feinere Abstimmung zum Orchester wäre klanglich vorteilhafter gewesen.

Ebenso ist zu bemängeln, dass die Gesangs-Solisten nicht im Vordergrund aufgetreten sind, hier wäre eine vordere Platzierung wünschenswert gewesen, die Solo-Stimmen hätten dadurch das Mittelschiff der Kirche vorteilhafter erreichen können.

Der aus 36 Mitgliedern bestehende RIAS-Kammerchor kann als ein homogenes und gesanglich gut ausgebildetes Ensemble herhalten, sie wussten vollauf zu überzeugen. Die Choreinstudierung lag bei Stefan Parkan.

Trotz dieser geübten Kritikpunkte erklang das grandiose Werk, geschrieben für das Universum, in einer klanglichen Atmosphäre, die mehr als zu berühren wusste und einem unter die Haut ging. Mit dem Schlusschor: "Dona nobis pacem" lief dem Zuhörer an historischer Stätte, ein Schauer über den Rücken, was für eine grandiose Komposition von unserem J.S. Bach, das war der himmlische Schlusschoral in Perfektion, andächtig und mehr als bewegend und mitsummend war der Zuhörer gepackt von dieser Darbietung und entließ den Besucher in dem Bewusstsein, eine in sich vortrefflich gelungenen Schlussveranstaltung beigewohnt zu haben. und freuen uns auf das bevorstehende Bachfest 2009.

-------------------------------------------------------------------------------

Hörproben aus der h-Moll-Messe:

Hörprobe Alt-Arie "Agnus Dei"
mp3



Hörprobe vom Schlusschor: "Dona nobis pacem"

mp3



-------------------------------------------------------------------------------


Obiges Foto: Hinweis auf das kommende Bachjahr in 2009.

Weitere Fotos von diesen Konzerten können in meinem Picasa-Webalbum angesehen werden, in das unten stehende Foto reinklicken..!!

Bachfest Leipzig, 21.6.2008 und 22.6.2008


Von YouTube füge ich eine Einspielung des Collegium Vocale / Philippe Herreweghe, Bass: Peter Kooy bei.



Eine weitere Einspielung des BWV232 vom Gewandhausorchester Leipzig,
Dirigent: Herbert Blomstedt



Grüsse

Volker

*) Auszüge aus dem "Programm SDG zum Bachfest 2008" von "Michael Maul."


Bluecounter Website Statistics

Bluecounter Website Statistics





Kommentare:

Iris hat gesagt…

Hallo, Volker,
Du glaubst ja gar nicht, wie oft ich mit meinen Gedanken in den letzten Tagen in Leipzig und auch bei Euch war. Danke für die großartige Schilderung Deiner Eindrücke. Die Fotos sprechen für sich. Wenn Du "unseren" Sir und Norrington vergleichen müßtest, wie fiele der Vergleich aus?
Liebe Grüße
Iris

Volker hat gesagt…

Hallo Iris,

danke für deinen Zuspruch und Anfrage:

Wenn Du "unseren" Sir und Norrington vergleichen müßtest, wie fiele der Vergleich aus?

---------------------------------------

1.) Ja, da liegen Welten dazwischen, Gardiner hatte im vergangenen Jahr seine Aufführung in den Altarraum platziert, dafür ist erst einmal ein großer Pluspunkt zu vergeben.

2.) Sir Roger Norrington, wo hat er mit dem Chor und Orchester vorher geprobt, habe es nicht feststellen können, wir waren 4 Stunden vorher in der Thomaskirche und sahen so langsam die Musiker vereinzelt eintrudeln..!! Da hat Gardiner die Nase vorn, wir kennen sein akribischen Proben mit Stellprobe vor den Konzerten.

3.) Meine Kritik an den Gesangs-Solisten, sie sangen aus dem Hintergrund und kamen sehr dünn im Kirchenschiff an, das hätte es unter Gardiner nicht gegeben.

4.) Moderne Trompeten schmetterten alles nieder, wie vortrefflicher heben sich da die Engländer mit ihren fantastischen Alt-Instrumenten klanglich von der modernen Dutzendware ab und lassen sich in ein vorzügliches Gesamt-Klang-Konzept vom Sir beeinflussen...!!

Das waren aber schon die gravierendsten Unterschiede, man hat sich mit den klanglichen Gegebenheiten angefreundet und das gebotene Werk entsprechend verinnerlicht, berauscht war ich von dem Schlusschor "Dona nobis pacem", das hätte unser Sir auch nicht inniger vortragen können, es war wunderschön und ein würdiger Abschluss, der mich zufrieden stellte.

Liebe Grüsse und ein sonniges Wochenende wünscht allen

Volker

Volker hat gesagt…

Hallo an alle,

der von mir so geliebte Schluss-Chor aus der h-Moll-Messe:

"Dona nobis pacem"

habe ich als H ö r p r o b e in den Hauptbeitrag mit eingestellt.
Viel Spass mit dieser wunderbaren Musik.

Grüsse
Volker

Anonym hat gesagt…

Lieber Volker!

Der 'Dona nobis pacem'-Chor schließt so würdevoll und dankbar die H-Moll-Messe ab, das man das Gefühl bekommt, mit dieser Musik sein eigenes Leben abgerundet zu haben. So empfinde ich es jedenfalls immer.

Ich freue mich, dass Du so gut die Stimmung des Bach-Festes uns rüberbringst. Meine Frau hat mir auch viel erzählt und die Programme mit gebracht.

Vielleicht sehen wir uns ja am Sonntag im Herforder Münster.

Gruß

Wolfgang

Iris hat gesagt…

Lieber Volker,
verspätet erst mal ein dickes Danke schön für die Gegenüberstellung Gardiner-Norrington. So wie ich Euch kenne, zehrt Ihr immer noch von Leipzig. Ich hoffe jetzt auf Köthen. Orgelkonzerte in Herford werden wir besuchen, so wir denn am 17. 08. und an den anderen Tagen hier sind. Ich sag` Dir wegen eines Treffens früh genug bescheid.
Lieben Gruss
Iris

Volker hat gesagt…

Hallo,

@Iris, danke für deinen Kommentar. Ja da kann man lange von zehren, das Bachfest an historischer Stätte ist immer sehr berührend.

Ich hatte mir heute die h-Moll-Messe, BWV 232, als DVD vom Bachfest 2000 mit dem Thomaerchor angesehen. Hier viel mir als Alto Matthias Rexroth auf. Leider ist sein Stimmvolumen etwas dünn, ansonsten singt er einen tollen Part mit Ruth Holton im "Et in unum Dominum".

Begeistert bin ich von dem "Agnus Dei" gesungen in der Gardiner-Aufnahme aus den 80-er Jahren vom Alto: "Michael Chance", was für ein toller Counter-Tenor, schade dass er nicht öfters bei Gardiner aufgetreten ist, das ist perfekter Altus-Gesang.

Das "Agnus Dei" wird von ihm in der hinterlegten Hörprobe gesungen, ich kann mich daran berauschen..!!
Das ist doch innig und perfekt gesungen, hört da einmal rein und gebt einmal Euren Kommentar dazu ab.

Grüsse
Volker

Anonym hat gesagt…

Hallo Volker,

da waren wir im gleichen Konzert,ohne voneinander zu wissen.

Es war ja leider ziemlich heiss.

Ich fand die Interpretation von Norrington überraschend " romantisch", wahrscheinlich verwöhnt von den ganz klein besetzen Versionen der h-moll Messe, wie cantus cölln oder bach society.
Die Solisten waren gut, aber mehr auch nicht, da gibt ergreifendere Interpretationen.
Der Rias-Kammerchor war ja ein mächtigsten Instrument und gab ordentlich Gas.
Ich hörte später von Musikern der Kammerphilharmonie, dass Norrington eigentlich ein viel wenig starkes Musizieren wünschte, aber er hat es auch nicht verhindert.

Unsere Bremer Kammerphilharmonie kann ja fast alles, aber der Bach hat mich nicht sonderlich überzeugt.


Mit Norrington haben sie zwei Tage später in Bremen ein überwaltigendes Konzert gespielt.

Schöne Grüsse aus Bremen

Hans ( Sagitt bei Tamino)

Volker hat gesagt…

Hallo Hans,

was für eine freudige Überraschung dass Du dich hier meldest mit einem Kommentar zum Bachfest 2008 und dem Konzert in der Thomas Kirche, Dafür danke ich Dir,

Schade dass wir voneinander davon nichts gewusst hatten und das gleiche Konzert besucht haben, da wäre ein kurzes Treffen sonst möglich gewesen, schade, irgendwo werden wir uns noch über den Weg laufen, dass müsste doch zu schaffen sein.

Wo hast Du gesessen, ich fand die Solisten sehr schlecht platziert, sie kamen vorne an den Querbänken zum Altar-Raum vom Volumen nur ganz dünn an, aber ansonsten hat mir bis auf kleine Schwächen (siehe mein Kommentar), das Abschlusskonzert recht ordentlich gefallen. Der RIAS Kammerchor war wirklich mächtig, 36 Sänger habe ich gezählt, ist schon eine gewaltige Schar.

War die Wiederholung in Bremen auch die h-Moll-Messe und wo wurde das Werk aufgeführt, im Bremer Dom?

Sicherlich wird Dir es nicht entgangen sein, dass der dortige Dirigent "Wolfgang Helbich" auch in Bielefeld seine Gastrolle spielt, er macht die Sache recht ordentlich und sind froh, dass er sich zur Verfügung stellt.

Wäre schön, wenn Du dich noch einmal melden würdest.

Ein schönes Wochenende und herzliche Grüsse
nach Bremen, an meine ehemalige Wirkungsstätte

Volker

Anonym hat gesagt…

Hallo Volker,
wenn auch viiiiiel verspätet,trotzdem danke schön, dass Du uns an Deinen schönen Erlebnissen teilhaben lässt.
Eigentlich wollte ich hier den Link auf das Programm des Bachfestes 2009 (spannend!)hier veröffentlichen, aber das Bach-Archiv hat die Seite leider wieder entfernt. Aber immer mal wieder reinschauen schadet sicher nicht.
http://www.bach-leipzig.de/

Michael Chance ist lange einer der ganz, ganz wenigen Altisten gewesen, bei denen ich ohne Bachgrimmen zuhören konnte. Das hat sich leider etwas geändert. Letztes Jahr hatte ich 2 Radioaufnahmen mit ihm gemacht. Eine habe ich ganz schnell gelöscht, die andere war engelhaft schön. Und beides Konzerte im Abstand von wenigen Wochen. Aber er hat doch sehr viel mit Garinder gemacht, eigentlich war er doch sein "Haus"-Altist für viele Jahre. Entweder er oder Ann-Sophie von Otter haben die Alt-Partien gesungen. Ich habe z.B die schon erwähnte h-moll-Messe mit dem unwahrscheinlich schönen Agnus Dei, beide Passionen, 7 Bach-Kantaten, Monteverdis Marienvesper und Händels Tamerlando unter Gardiner.
Viel Grüße
Barbara