Mittwoch, 5. November 2008

Überragende Juroren an der Collon-Orgel in der St. Marienkirche, Herford

Hallo,

es war ein Erlebnis der Grossartigkeit, was die Juroren an der Collon-Orgel in der St. Marienkirche, Herford, veranstalteten. Im Rahmen des 2. Internationalen Orgel-Wettbewerbes, Herford, waren die Juroren dieses Wettbewerbes persönlich am Dienstag, 4.11.2008, an der Collon-Orgel zu hören.


Foto. Blick der Besucher auf die Collon-Orgel in St.Marien (Fotorechte: © 2008 Neue Westfälische)

Programm: siehe die Flyer nachstehend:

Zur Vergrösserung der Ansicht jeweils in den Programm-Flyer klicken.







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Eine Viertelstunde vor Konzertbeginn war die St. Marienkirche, Stift Berg, Herford, sehr spärlich besetzt und eine Intonation durch Monsieur Collon wurde an seiner Orgel kurzfristig noch vorgenommen. Der Besucherstrom erfolgte fünf Minuten vor Veranstaltungsbeginn und erreichte eine Anzahl von ca. 200 Mithörern.

Was dann erfolgte war Atemberaubend, die Juroren erwiesen ihre Präsenz an der Collon-Orgel mit künstlerischer Orgelliteratur der allerfeinsten Art, ob Moderne-, Renaissance- oder Barock-Werke, es wurde farbenprächtig registriert und ein Klangzauber veranstaltet, den der Besucher volle 2 1/2 Stunden in seinen Bann zog.

In Teil I gab es ein Wiedersehen mit dem Stader Organisten: KMD Martin Böcker, der die iberische Orgelmusik fantastisch wiederzugeben in der Lage war, er zelebrierte eine spanische Orgelliteratur auf allerhöchsten Niveau.

Den Teil II zelebrierte der hiesige Rektor der Hochschule für Musik, Herford, Prof. Dr. Helmut Fleinghaus.
Hier erwiesen sich die zwei Bachwerke und das "Ballo del Granduca" von J.P. Sweelinck als die besonderen Herzstücke in der Weidergabe.

Teil III oblag dem ehemaligen Dozenten für Künstlerisches und Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik, Herford, KMD Jörg-Neithardt Keller, an der "Grossen Steinmann-Orgel."

Foto: Steinmann-Orgel, St.Marien, Herford,
von: Kirchen und Orgeln in OWL - Ost Westfalen, Deutschland - Europa

Er führte an der Steinmann-Orgel das monumentale und moderne Werk von Johann Nepomuk David (1895-1977) aus - mit der acht Sätze beinhaltenden "Partitia über B-A-C-H" - welches im Klangvolumen und in der Registrierung von Keller hervorragend umgesetzt wurde, es ist ein zeitgenössisches Werk und fordert den Hörer zum genauen Hinhören, um die Nuancen des Werkes heraushören zu können, was aber wegen der Länge der Komposition auf die Dauer gesehen, ermüdend wirkte.

Die absoluten Kracher erklangen in Teil IV, hier stellte sich ein Grosser als Organist vor: Prof. Michael Radulescu aus Wien, Vorsitzender der Jury des Herforder Orgelwettbewerbes, brachte die ermüdeten Lebensgeister, nach ca. zwei stündiger Orgelmusik, wieder auf Touren.


Foto. Organist Prof. Michael Radulescu, Wien (Fotorechte: Homepage Radulescu)

Er verstand es, ob sein eigenes Werk: "RESURREXIT", als Auftragswerk für die historische Raphaelis-Orgel in der Domkirche zu Roskilde / Dänemark in 2000/2001 komponiert, oder mit den drei von J.S. Bachs seinen Orgelwerken, genial zu überzeugen. Es klang alles perfekt, wie feinsinnig er die Bach Orgelchoral-Vorspiele händelte, war herzzerreissend und überzeugend, da stellten sich endlich die Glücksmomente ein, auf die der Hörer so lange gewartet hatte.

Der absolute Höhepunkt in seinem Vortrag erklang zum Schluss mit dem
BWV 551 "Präludium & Fuge in a-Moll", es ist fast unbeschreiblich, wie er als ein grosser Bach-Interpret und Kenner diese Orgelliteratur vortrug, es stockte einem der Atem, so habe ich das Werk noch nie gehört, der künstlerische Vortrag war wie von einem anderen Stern, perfekt und in sich rund anhörend, war der Organist Radulescu der Star des langen Orgelabends, sein Spiel begeisterte nicht nur die Zuhörer, sondern die anderen drei Juroren fielen ihm nach diesen spektakulären Vortrag um den Hals, befriedigt trat nach einem riesigen Schlussapplaus der Besucher den Heimweg an, was will der Orgel-Freund mehr, kein Eintritt zu zahlen und dann solche Orgel-Grössen gehört zu haben, macht einen doch nachdenklich, wenn man weiß, wie es um die Kirchenmusik heutzutage bestellt ist...!!

Weitere Veranstlaltungen der "Dieter Ernstmeier Stiftung in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Kirchenmusik Herford", 2. Internationaler Orgelwettbewerb an der Collon-Orgel, St. Marienkirche:

Ein Konzert der zwei Juroren am
7.11.2008 um 20 Uhr in St. Marien Herford mit:

Werke von Scheidemann, Buxtehude und Messiaen
(Bernhard Klapprott), Weimar,
Jacques van Oortmerssen
Hans-Ola Ericsson / Schweden.

Als Schlussveranstaltung am
Sonntag, 9. November 2008 um 20:00 Uhr in der St. Marienkirche, Herford:
Das Preisträgerkonzert mit Publikumspreis.

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Hier geht es zu der Rezension der NW vom Do. 6.11.2008,

Zur Vergrößerung in das untere Dokument klicken...!!



Grüsse
Volker


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Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hallo Volker,

Herzlichen Dank auch für Deinen Kommentar übers Jurorenkonzert. ... und ich
musste mich in der Zeit in der VHS rumärgern. Aber am Sonntag sind wir dabei!

Herzl. Gruss
Iris

Volker hat gesagt…

Hallo,

in dem Hauptbeitrag habe ich eine Rezension der NW hinzugefügt.

Grüsse
Volker