Sonntag, 21. Dezember 2008

Artikel im SPIEGEL über den Thomanerchor

Hallo Bachfans,



pünktlich zur Weihnachtsoratoriumszeit gibt es einen Artikel im Spiegel über den Thomanerchor Leipzig, den ich lesenswert finde:

Link: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,596530,00.html


mit besten Grüßen und Wünschen für die angebrochene Weichnachtszeit

von Alex

Eine weitere Diskussion zu dem Spiegel-Artikel befindet sich auf der Partnerseite mit zahlreichen Kommentaren:

Link: http://meinhardo.wordpress.com/2009/02/06/kritische-ausserungen-zum-thomaner-chor/#comment-910

von Volker/admin am 7.3.2009 hinzugefügt.

Kommentare:

Volker hat gesagt…

Hallo Alex,

Danke für den Hinweis auf den Spiegel-Artikel.

Ja, das sind leider bekannte Tatsachen, die nicht zu beschönigen sind, Drill, Strammstehen, Disziplin pur, da scheint das Militär ein Waisenknabe dagegen zu sein.

Wenn da die Liebe zur Musik nicht wäre, würde wahrscheinlich die Abbrecher-Quote noch höher sein. Disziplin muss es geben aber es scheint eine althergebrachte Form zu sein, die schnellstens überdacht werden müsste, wir leben im 21. Jahrhundert und wollen nicht nur für das künftige "forum thomanum" demokratische Verhältnisse - sondern ab sofort.

Sicherlich wirst Du @Alex, mehr an Informationen uns zugänglich machen, aber für Deinen Beitrag erst einmal ganz herzlichen Dank.

Schönen Sonntagabend wünscht

Volker

Anonym hat gesagt…

Hallo, wie gesagt, ich fand es für den Anfang ganz gut, dass über sowas gesprochen wird. Der Anteil der Eltern am Leid ihrer Kinder hätte aber m. E. auch beleuchtet werden müssen. Ich meine, es klingt ein wenig, als hätte der Thomanerchor den Eltern ihre Kinder entführt. Warum geben Eltern Ihre Kinder in den Chor? Oder warum sagen Kinder den Eltern nicht, wenn sie leiden? Das kommt auch vor. Und wenn sie es sagen – nicht alle Eltern hören auf ihre Kinder. Die erwähnte Abbrecherquote von einem Drittel verschleiert, dass es neben erfolgreichen Abbrechern auch noch erfolglose gibt - solche, die nach Hause wollen aber nicht dürfen.

Anonym hat gesagt…

Sorry, habe vergessen, mich im obigen Kommentar zu identifizieren: ich bin Alex :-)

Anonym hat gesagt…

Liebe Diskussionsteilnehmer!
Mit großer Enttäuschung verfolgten wir die von Ihnen geposteten Beiträge zum "Artikel im SPIEGEL über den Thomanerchor".

Da wir selbst Thomaner, und damit wohl diejenigen sind, die das Ganze am besten erklären bzw. verstehen können, sind wollen wir uns kurz zu dieser Diskussion äußern.
1. Es gibt niemanden, der nach Hause will und nicht darf. Wir sind doch kein Jugendgefängnis oder Kinderbergwerk, in das enttäuschte Eltern ihre missratenen Söhne abschieben, die von da an gefälligst keinen Ton mehr von sich geben sollen, außer in der Kirche zur Ehre Gottes.

2. Die im Artikel aufgeführten "Tatsachen" sind zwar nicht alle zu 100 prozent erfunden aber doch aus dem Kontext gerissen und in ihrer Bedeutung für den Leser missverständlich formuliert. Es wird im Artikel beispielsweise von der unterdrückenden Gewalt der Älteren gegenüber den Jüngeren gesprochen, die aufgrund einer fehlenden Bezugsperson, eines Betreuers, keine Unterstützung im Kampf gegen die Unterdrückung erhalten. Das Gegenteil ist der Fall. Jüngere und Ältere bilden ein System das auf der gegenseitigen Unterstützung beruht. So helfen Ältere den Ihnen anvertrauten Jüngeren bei Hausaufgaben, Klavier üben etc. und erfüllen damit eine Mentorfunktion, bzw. eine Vorbildrolle. Dies ist wichtig, da die Älteren Thomaner die einzigen sind, die den Choralltag durchlaufen haben und die Probleme der Neuen kennen und mit nützlichen Ratschlägen aufwarten können.

3. Viele der beschriebenen Gegebenheiten (beispielsweise die Koffergeschichte) geschahen in grauer Vergangenheit. Damals war die heutige Chorleitung noch nicht in ihre Dienste eingebunden und kann damit auch nicht zur Verantwortung gezogen werden. Von ihr gingen letztlich vielmehr eine Vielzahl sich positiv auf die Gemeinschaft auswirkender Vorschläge, das gemeinsame Leben im Alumnat betreffend, aus.

Wir könnten noch viele weitere Punkte hier heranziehen. Abschließend wollen wir allerdings noch die Herangehensweise sowohl des Thomanervaters von dem der Artikel ausging als auch dem Autor des Artikels, dem man mindestens eine voreingenommene und polarisierende Recherche und Berichterstattung vorwerfen müsste, kritisieren.
Als stolze Mitglieder des Chores fühlen wir uns durch den Spiegelartikel unverdient behandelt und sind über die Berichterstattung eines so seriösen und großen Wochenmagazins nicht minder verblüfft.

Mitglieder des Thomanerchores

Anonym hat gesagt…

Hallo,

den Kommentar, unter Anonym (der Thomaner) habe ich mit in die Partnerseite übernommen.

Link:

http://meinhardo.wordpress.com/2009/02/06/kritische-ausserungen-zum-thomaner-chor/

Grüße
Volker/admin