Freitag, 10. April 2009

Carl Heinrich Graun, CDs zur Passionszeit

Hallo,

ich stelle hier einmal zur Auswahl "Passionen von Carl Heinrich Graun" (1703-1759) - ein Zeitgenosse von J.S. Bach, der am Preußischen Königshof als Hofkapellmeister angestellt war.

Grauns Große Passion

Neben 28 Opern hinterließ der preußische Hofkapellmeister C. H. Graun noch eine große Zahl von Kirchenmusik, von der vor allem seine erfolgreiche Passionskantate "Der Tod Jesu" eine weite Verbreitung fand und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder aufgeführt wurde. Vorher hatte Graun aber bereits drei weitere Passionen komponiert, u. a. die in Wolfenbüttel um 1730 entstandene Passion "Kommt her und schaut", deren Umfang von 66 Nummern ihr den Titel »Große Passion« eintrug. Dieses Werk zeigt durch eine enorme Vielfalt der Formen, Besetzungen und Satztypen sowie durch eine intensive, innere Dynamik die erstaunliche Reife des damals ungefähr 25-jährigen Komponisten und rechtfertigt, "Kommt her und schaut" als ein Meisterwerk der norddeutschen Passionskantate zu bezeichnen.

1.) CD "Carl Heinrich Graun" Passions-Oratorium: "Der Tod Jesu"


Cover: mdr Carl Heinrich Graun "Der Tod Jesu"

Link zu jpc mit Hörproben: 


2 CDs 19,99 €

Künstler: Soile Isokoski, Livia Agh, Christoph Genz, Klaus Häger, MDR SO, Arman

Produktinfo Auszüge:
www. klassik-heute. com

Seit seiner Uraufführung 1755 war Der Tod Jesu des königlich-preußischen Hofkapellmeisters Carl Heinrich Graun (1704-1759) für mehr als hundert Jahre das erfolgreichste deutsche Passionsoratorium. Im 19. Jahrhundert wurde es alljährlich für den königlichen Hof in Berlin aufgeführt, bis man 1858 zu Bachs Matthäuspassion wechselte. Ab 1866 stand auf Wunsch von König Wilhelm I. Der Tod Jesu wieder auf dem Programm; bis 1884 hielt das Werk am Berliner Hof seine Favoritenstellung inne.

Im Gegensatz zur oratorischen Passion, die das Geschehen um den Kreuzestod Jesu jeweils auf der Grundlage eines der vier Evangelientexte dramatisch gestaltet, stellt Grauns Der Tod Jesu ein meditatives Passionsoratorium dar, in dem die menschliche Nachempfindung der Leidensgeschichte das Übergewicht gegenüber der theatralischen Nacherzählung des Opfertodes des Erlösers Jesu Christi als heilsgeschichtliches Zentralgeschehen erhält. Die Betrachtung der Passion durch die gläubige Seele, in den Bachschen Passionen durch die Arien vertreten, wird in Grauns Passionsoratorium das zentrale Element. Wenn uns auch heute Bachs Passionen allein durch den Umstand näher stehen, daß sie sich seit Generationen einen festen Platz im alljährlichen Programm der Kirchenmusik der Passionszeit erobert haben, zeigt der Ansatz von Grauns Librettisten Wilhelm Ramler (1725-1798) einen geistesgeschichtlichen Ansatz, der deutlich in die Zukunft weist: Religiosität wird im Laufe des 18. Jahrhunderts von einer heilsgeschichtlichen Realität zu einer Angelegenheit des persönlichen religiösen Gefühls.

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2.) CD von Carl Heinrich Graun: "Große Passion"


Cover: "Große Passion" von Carl Heinrich Graun


Detailinformationen:  2 CDs. Erschienen im März 2009
Neuheit zum limitierten Sonderpreis, 24,99 €
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ültig bis 15.4.2009, danach EUR 29,99
Künstler: Veronika Winter, Hilke Andersen, Markus Schäfer, Ekkehard Abele, Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Hermann Max.

Hermann Max und die Rheinische Kantorei bekannt für Qualitätseinspielungen überzeugen in einer historischen Aufführungspraxis.

Link zu jpc mit Hörproben:


Eine weitere Vorstellung mit der Passion: "Der Tod Jesu" von C.H. Graun - ist auf der Partnerseite unter dem nachstehenden Link einsehbar:

Volker

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